Quelle Insolvenz betrifft auch Neumarkt

Veröffentlicht am 03.11.2009 in Arbeit & Wirtschaft

Der SPD Kreisvorstand traf sich in Berg und diskutierte die Auswirkungen der Quelle Insolvenz in Nürnberg auch auf den Landkreis Neumarkt.

Der Pyrbaumer Ortsvereinsvorsitzende Roland Lehmeier ist selber Betroffener, und informierte aus erster Hand die Sozialdemokraten.

"Es ist für viele Betroffene Mitarbeiter eine unvorstellbare menschliche Tragödie", erzählte Lehmeier. "Die Mitarbeiter baden nun aus, was teilweise seit Jahren auf Managementebene falsch gelaufen ist." Gerade für ältere Mitarbeiter ab 40 sei es schwierig. Noch seien keine Lohnabrechnungen da, mit denen die Betroffenen dann um Arbeitslosengeld eingeben könnten. Viele hingen buchstäblich "in der Luft".

"Die Leute von der Arbeitsagentur bemühen sich sehr, " erläuterte Lehmeier, "aber ein unglaubliches Chaos herrsche in den Büros und Hallen, die in Auflösung begriffen seien."

Die SPD Kreisvorsitzende Carolin Braun sprach angesichts der Schilderung von "unglaublicher Naivität und erschreckendem Zynismus" wenn der damalige Wirtschaftsminister zu Guttenberg von "geordneter Insolvenz" als "Lösung" gesprochen habe.

Ganze Familien seien betroffen, und es kristallisiere sich auch heraus, dass bereits bei Zulieferfirmen auch Kündigungen vorgenommen wurden.

Die Kreisvorstandschaft war sich einig, dass auch die gesamte Metropolregion, und damit auch der Landkreis Neumarkt von den Auswirkungen der Insolvenz betroffen sei.

Lehmeier bestätigte dies, indem er sagte, etwa 20% der betroffenen 4000 Mitarbeiter seien nicht aus Nürnberg/Fürth.

Solidarität sei gefragt, und es würden auch alle Neumarkter Unternehmen gebeten, betroffene Quellemitarbeiter aufzunehmen. Mehrere Hotlines seien eingerichtet, um Lehrlinge und andere Arbeitnehmer möglichst bald wieder zu vermitteln.

Aktuell könnten sich Interessenten melden unter 01801 / 66 44 66 beim Arbeitgeberservice des Arbeitsamtes.In jedem Fall wird ein Arbeitgeber unter dieser Nummer eine/n kompetente/n Ansprechpartner/in im Arbeitgeberservice erreichen. Auch jede andere Arbeitsagentur hilft gerne weiter.

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